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Reviews of "Everything goes in Circles"
Visions (02-2005)
Ein satt getuntes Punkrock-Brett. Und einen teuren Produzenten brauchte die Band dafür nicht, wo sie doch Guido Lucas und Thilo Schenk als Musiker in ihren Reihen hat. Mit der Troisdorfer 'BluNoise'-Schule hat "Everything Goes In Circles" allerdings nur bedingt was am Hut. Hier regieren simple, straighte Riffs, stur geradeaus stampfende Beats und die reibeiserne Punkrock-Röhre von Jack Letten am Mikro. Bleibt nur abzuwarten, wie Genepool Letten in Zukunft ersetzen werden, da der Mann seine Hauptband Smoke Blow auf Dauer nicht vernachlässigen möchte. Für den Augenblick aber darf man sich freuen über diese höchst gelungene Attacke aus den Dunkelkammern des harten Rock. Das Riffmonster "Darker Than Betrayal" beschwört den Geist der Misfits, das famose "Grave" mit seinen Sisters Of Mercy-Vocals erinnert an The Cult, wie sie in den Achtzigern rockten, und Songs wie "London Cemetery" oder "Blood Turns To Water" huldigen den frühen Westküsten-Hardcorebands. Eine davon hatten die Jungs ganz besonders im Sinn, ist das ganze Album doch als eine Art Verbeugung vor den Germs konzipiert. Wobei: So richtig gelingt dies nur mit dem Cover � was ja auch keine allzu große Kunst ist. So ausgeprägt wie bei Darby Crash und seinen Punkpionieren ist die wilde, kaputte, chaotische und bedingungslos nihilistische Seite bei Genepool denn doch nicht. Aber eine geile Platte haben sie mit "Everything Goes In Circles" allemal aus dem Hut gezaubert.

Uncle Sally*s #103 (02-2005) show article
"Eigentlich muss man ja froh sein, jetzt überhaupt ein Album von Genepool in den Händen zu halten (...) Groovender und punkender Up-Tempo-Lärm mit deutlichen Einflüssen aus der Misfits, Quicksand und Fugazi-Ecke. Schade dass es solche Platten nie ins Radio schaffen Das Ohrwurmpotential wäre da! Songs wie "London Cementary" oder "For thos who believe" haben dich spätestens nach dem dritten Durchgang am Haken.

Intro #123 (02-2005) show article
"'Dieses Album ist schon jetzt eines der grossen Highlights des noch jungen Jahres - basta.' Auch wenn sich die erste Einordnung - dreckiger, düsterer. 80er-inspirierter Punkrock grobe Richtung: Misfits, Damned, Germs - vielleicht noch nicht ganz so spannend anhört. Doch 'Everything Goes In Circles' ist kein netter, betulicher Retro-Spaß (...) Doch spätestens die monströse Produktion von Guido Lucas (wenn nicht schon das Songmaterial) dreht dieses vermutete Tribut- Konzept um und stellt die Vorbilder von einst völlig in den Schatten. Auch wenn das für manchen Hartgesottenen Blasphemie ist- Genepool sind die erste Kopie. an die das Original nicht mehr herankommt."

Slam-Zine(01-2005)
Das Cover ist ein Germs Ripoff, das macht schon mal neugierig, was sich das hinter dem Namen GENEPOOL verbirgt. Bislang waren mir die fünf Herren, die u.a.a recht routiniertes Personal von SMOKE BLOW und SCUMBUCKET in ihren Reihen haben, trotz Single und Samplerbeiträgen rcht unbekannt, das ändert sich mit �Everything��glücklicherweise. Schon bald ist klar, was das Albumcover schon angedeutet hat. GENEPOOL stehen wohl auf Referenzen, Fingerzeige und Zitate. Und das ist bekanntlich ein Spiel mit dem Feuer � leicht läuft man Gefahr ins ein oder andere Feuernäpfchen zu treten, bzw. ion pures Abkupfern abzudriften. Generell schaffen es die Deutschen, beides zu vermeiden. Herausgekommen ist ein düsteres, man möchte fast sagen �altmodisches� Wave-Punk-Album mit reichlich Power und auf den Rock wird schon gar nicht vergessen. Obwohl die Einflüsse, die dem geneigten Höre auf �Everything�� immer wieder in Erinnerung gerufen werden, von den Misfits/Samhain (v.a. in Sachen Melodien und Gesang) über die Germs und auch Killing Joke reichen, wirkt das Album wie aus einem Guss. Empfehlung nicht nur für Düster Punk Freunde.

Plastic Bomb (12-2004) go to external site
Eine sehr lustige Scheibe von SMOKE BLOW Leuten, die mir hier vorliegt. Dürfte im allgemeinen Gruft- und Horrorpunk ganz oben mitspielen. Eine ziemlich fette Produktion passt auch gut dazu. Das ist ganz im Sinne von Type-O-Negative, Sisters of Mercy und Misfits. Ich kann hier eigentlich nix dran mäkeln. Nee, das macht richtig Spass.

TRUST (02-2005)
Um die Hommage auf dem Cover verstehen zu können, muss man schon etwas älter sein. Oder alten Hardcore Punk kennen. Oder das Booklet lesen. Aber das ist nicht nur das Cover, das bei der deutschen �Supergroup� Genepool � mit dabei sind Leute von Scumbucket, Smoke Blow, Rostok Vampires � auf die späten Siebziger, oder frühen Achtziger verweist. �Everything Goes In Circles� erinnert schwer an den Goth-Punk/Hardcore jener tage: An die Misfits vor allem, aber auch an die Damned � man muss hier einfach mal die Einflüsse nennen, die schon im Info stehen. Dafür sind sie einfach zu passend. SMOKE BLOW-Sänger Letten kriegt den Gesang wunderbar hin (live wird er übrigens nn durch den Rostok Vampires Sänger ersetzt, aber das sollte genauso funktionieren). Der Sound hat anfangs etwas gestörtz, der wirkt etwas dünn. Aber er ist authentisch. Als wäre GENEPOOL eine neu entdeckte Band aus dem Jahr 1979.

motor.de (02-2005) go to external site
Eine anständige Geschichtslektion erteilen uns Genepool hier auf ihrem ersten Album. Angesiedelt in der parallelen Zwischenwelt von Punk und Wave Anfang der achtziger Jahre, huldigen die Rädelsführer Thilo Schenk, Guido Lucas (Scumbucket) und Jack Letten (Smoke Blow) bewusst und gekonnt Ikonen wie den Misfits, Joy Division oder den Germs, und führen uns, ohne den eigenen Stempel und Blickpunkt zu vernachlässigen, zurück und gleichzeitig wieder nach vorn in der Musikhistorie. So klingt die Symbiose aus fast fragil schrillenden Gitarren und tiefenflächigem düsterem Gesang heutzutage wieder äußerst erfrischend, eigenständig und angenehm unangestaubt. Fast hätte man vergessen, dass es das alles ja schon vor gut zwanzig Jahren einmal gab. Genepools rundum gelungener Einstand bietet insgesamt aber weit mehr, als nur eine gute Gelegenheit vergrabene Schätze wieder auszubuddeln. Auch ohne für eine geselligere Runde die Referenzkiste extra vom Dachboden runterschleppen zu müssen, macht diese Platte nämlich auch ganz für sich alleine höllisch Spaß.

wasteofmind.de (02-2005) go to external site
"Everything Goes In Circles" � der Albumtitel macht schon ziemlich deutlich, dass sich Genepool nicht unbedingt die Kreation eines neuen Sounds auf die Fahnen geschrieben haben. Trotzdem war die Vorfreude auf diese Scheibe so groß wie auf wenig andere Platten in letzter Zeit: Wenn sich der Smoke-Blow-Frontmann Jack Letten mit der Blunoise-Riege Schenk � Lucas � Matzke zusammen tut, muss dabei - so dachte man - schließlich etwas grandioses herauskommen. Glücklicherweise kann die Scheibe den hohe Erwartungen auch voll und ganz gerecht werden; Fans von Bands wie den Misfits oder The Damned küren �Everything Goes In Circles� mit ziemlicher Sicherheit bald zu einer der wichtigsten Platte der letzten Zeit.
Genepool beschränken sich aber nicht darauf, stilistisch den düsteren Punkrock-Helden früherer Tage nachzueifern � alleine Lettens druckvoller, variabler und Soul-getränkter Rock-Gesang, der natürlich immer auch an Smoke Blow erinnert, lässt einen die Songs mit Leib und Seele erleben, die zurückhaltende Produktion findet dne perfekten Kompromiss aus klarem Sound und dreckigem Kellerloch, und Sonsg wie "Vampire" oder "For Those Who Believe" sind verdammt große Hits. Wen interessiert noch Glen Danzig oder die beständig tourende Misfits-Resttruppe? Die legitimen Nachfolger sind gefunden � und kommen aus Kiel und Troisdorf.

www.home-of-rock.de (02-2005) go to external site
"Es ist definitiv so: Deutschland hat eine 'neue' Punkrock-Supergroup und bisher hat es noch keiner so richtig gemerkt. Liegt vielleicht daran, dass die Jungs von GENEPOOL um ihre Person weniger Aufhebens machen (...) Kein Griff in die Thrashkiste, sondern richtig voller, gleichzeitig differenzierter Sound, der tiefe achtziger Vibes atmet, eine spürbare Energie und Spielfreude aller Beteiligten und darüber das geniale Sangestier Letten - da muss man nicht mehr viele Worte verlieren. GENEPOOL, da geht noch einiges.

Scryptura Sonitra (12-2004) go to external site
Seit mehreren Wochen rotiert diese Scheibe nun schon fast täglich in meinem Player und noch immer will sich nicht mal ansatzweise so was wie Langeweile einstellen. Im Gegenteil: Hat sich "Everything Goes In Circles" erstmal im Hirn festgesetzt, entfaltet der Stoff langsam aber so sicher wie das Amen in der Kirche seine unwiderstehliche Langzeitwirkung.

GENEPOOL sind die Köche dieser noisigen Post-Punk-Grunge-Lo-Fi-Mixtur, welche durch eine Prise Misfits abgerundet wird. Mit einer unglaublich lässigen Relaxtheit schüttelt man sich während 35 Minuten einen eingängigen Song nach dem anderen aus dem ärmel, ohne jedoch poppig im herkömmlichen Sinne zu klingen. Die Erbmasse setzt sich übrigens unter anderem aus Smoke-Blow-Sänger Jack Letten und Guido Lucas (Bassist bei Scumbucket) zusammen, der auch an der Produktion dieser Gourmetplatte mitgewerkelt hat. Soundtechnisch ist "Everything Goes In Circles" folgerichtig mit dem nötigen Arschtrittfaktor ausgestattet, ohne jedoch (ja, ich wiederhole mich) trashig im herkömmlichen Sinne zu tönen. Jeder einzelne Song klingt wahlweise nach exzessiven Alkoholgelagen, psychedelisch angehauchten Dopesessions, Party, Kampf oder Sex - jedenfalls nach viel, viel Schweiß. Hoffentlich folgen dieser Langrille noch viele weitere - was nicht gerade unwahrscheinlich ist, in Anbetracht der Tatsache, dass bereits die bisherigen Demoreleases von der Presse durch die Bank weg abgefeiert wurden.
Klare Kaufempfehlung für jeden, der auf schweinisch guten, düsteren Rotz�n�Roll steht. Ob man das Ganze cool oder doch eher heiß findet, sollte man aber schon selbst entscheiden�

WESTZEIT (01-2005)
Ja, ich muss zugeben, dass meine Erwartungshaltung gegenüber der neuen Genepool Scheibe ob dem Mitwirken von Noise-Hero Guido Lucas und Superproll Jack Letten im angekündigten New-Wave-Outfit recht groß war. Die Enttäuschung folgte aber verdammt fix. Erst einmal zieht mir der basslose Sound das Amalgan aus den Ritzen, die flirrende Friedhofsorgel nervt schon beim zweiten Einsatz und an Monotonie wurde sowohl bei den Gesangslinien als auch bei den Arrangements leider kaum gespart, dafür umso mehr an jeglicher Dynamik. Vielleicht sollte es ja eben genauso spooky sein, aber weder nüchtern noch voll rockt mich das auch nur ansatzweise Sorry meine Herren, das reicht nur für Mittelmaß.

music-scan.de go to external site
Ihr liegt richtig, wenn euch die Stimme des GENEPOOL-Sängers auf dieser Platte von Beginn an vertraut vorkommt. Es ist niemand anderes als Smoke Blow's Jack Letten, der hier am Mikro steht, doch bleibt sein überzeugend variables Engagement zunächst auf "Everything Goes In Circles" sowie vereinzelte Live-Gastspiele beschränkt. GENEPOOL ist vor allem das Projekt der beiden Produzenten Guido Lucas (auch Scumbucket) und Thilo Schenk. Für die geplante Tour im Frühjahr 2005 ist bereits Christian von den Rostock Vampires als Sänger verpflichtet und das Konzept wechselnder Sänger und Musiker soll fortgesetzt werden. GENEPOOL konnten in der Vergangenheit bereits mit vereinzelten Sampler-Beiträgen begrenzte Aufmerksamkeit erregen und nun liegt mit �Everything Goes In Circles� endlich auch ein Debüt-Album vor. Musikalisch geht es mit gutem Drive und tollen Melodien durch einen 80er Jahre Rock-Mix, der Elemente zwischen The Cult, The Damned und den Misfits vereint. Eine düstere, teils ein wenig mystische, Note schwingt den zwölf Songs jederzeit mit, doch verbleibt der Rock-Cocktail durchweg eingängig und �Hit-tauglich�. Die dunkle Schwere spürt man lediglich latent im Hintergrund, an der Oberfläche zeigen sich GENEPOOL durchaus positiv und rockig ausgerichtet. Der Sound des Projektes ist dabei unaufdringlich und zwingend zugleich, setzt sich in jedem Fall von Beginn an im Ohr des Hörers fest. Wirkliche Höhepunkte liefert �Everything Goes In Circles� übrigens nicht, vielmehr liegt die Stärke des Albums in seiner Kompaktheit und Geschlossenheit. Zwischendurch aussteigen kann man als Hörer nicht, die Divise lautet alles oder gar nichts. Der weiße Kreis auf dem Cover spielt vielleicht darauf an und überhaupt korrespondiert das spartanische, zurück genommene Artwok-Konzept perfekt mit dem musikalischen Inhalt dieses überaus gelungenen Debüt-Longplayers.

terrorverlag go to external site
Kannte man GENEPOOL bisher nur von diversen Samplern, Demos und Singles, kommt mit "Everything goes in Circles" nun ihr Full Length-Debüt auf den Markt. Wer sich ein wenig in der Musikszene auskennt, wird mit Jack Letten (SMOKE BLOW) als Sänger und Guido Lucas (SCUMBUCKET) am Bass bekannte Gesichter erkennen. Allerdings wird Jack Letten live nur ab und an GENEPOOL eine Stimme verleihen. Christian von den ROSTOK VAMPIRES wird den anderen Teil der Gesangsparts übernehmen. Man darf also gespannt sein, wie die Konzerte ausfallen werden.
Aber zurück zu "Everything goes in Circles", das Design des Covers und der CD selber hätte etwas besser sein können. Sehr lieblos muss ich hier mal sagen. Dafür ist aber die Musik umso besser ausgefallen. Goth Punk � anders kann ich diese Mischung aus SISTERS OF MERCY, TYPE O NEGATIVE, THE WIPERS und den MISFITS wirklich nicht nennen. Klasse, endlich mal wieder was richtig erfrischendes aus den deutschen Kellerstudios. Ich würde mir wünschen, dass es Bands wie GENEPOOL in die Playlists der großen Clubs schaffen. Die fünf Musiker bieten eine gesanglich und instrumental sehr ordentliche Mischung aus dem Bereich der düsteren Gitarrenmusik. Der schwere Gitarrensound wirkt durch seine Geschwindigkeit weniger gothlastig denn punkig. Die Stimme variiert zwischen dem düsteren, langsamen Klang von Bands wie den SISTERS und dem sehr rockig melodiösen Gesang der MISFITS. Des Schlagzeug bietet einiges an Abwechslung, was die Breaks und Tempiwechsel angeht, treibt aber unerbittlich nach vorne.
Klasse Debüt, was die fünf Jungs hier abgegeben haben. Werde auch den ein oder anderen Song mit in meine Playlist einarbeiten. Mal schauen, wie das Publikum reagiert.

Kieler Unizeitung (01-2005)
Genepool: everything goes in circles (Noise-O-Lution)
Geheimnisvolle All-Star-Bands irrwischen immer wieder durch die Musiklandschaft, um dann doch nichts zu veröffentlichen und nur die Beteiligten in der öffentlichkeit präsent zu halten. Im Gegensatz hierzu haben die Mitglieder von Genepool jetzt doch endlich Muße für die Muse gefunden: Jack Letten/Smoke Blow, Christian/Rostok Vampires, Thilo Schenk & Guido Lucas/Scumbucket, Paco Delgado/Downstrokes und Kolja Matzke/Dragsters, quasi die Creme de la Creme des Dreckrotz. Dementsprechend harter und schneller Sound, der 80er Speedmetal, Punk, Core und Hardrock auf eine flüssige Art zu einer einheitlichen Melange verbindet. Herausragend (wie immer) der theatralische, nasale Gesang des Kieler Gesangswunders Letten, der leider die Tour nicht bestreiten wird. Nichts für den Scheuklappenhörer, aber für alle, die’s vielfältig und heftig mögen. Kieler Unizeitung / Januar 2005 (JW)

whiskey-soda.de (02-2005) go to external site
Genepool ist eine weitere grandiose Veröffentlichung aus dem Hause Nois-O-Lution. Das Berliner Label, das nach der Insolvenzanmeldung von Vielklang verdient überlebte, schickt mit der Mischung aus klirrendem Garagenpunk und coolem, ich nenne das jetzt mal Skeleton-Punk, eine Formation ins Rennen, bei der man besser um sein Leben läuft. Die Platte ist ein Zombie! So gnadenlos rockt das gute Stück und frist sich dabei in vollster Kompromisslosigkeit vom Gehörgang direkt ins Gehirn. Jeglicher Widerstand ist zwecklos und "Everthing Goes In Circles" bringt nicht nur den Blutkreislauf eines Untoten zum routieren sondern kann auch ohne Bedenken als Mittel gegen zu niedrigen Blutdruck nahezu jedem zwangsverschrieben werden!
Aber so richtig wundert das ja nicht. Denn wenn sich Musiker großartiger Bands wie Smoke Blow (Jack Letten, Gesang) und Scumbucket (Guido Lucas, Bass) zusammen tun, muss solch ein Dämon der Hölle dabei das Licht der Welt erblicken. Denn Jack Lettens Vocals sind einfach grandios! Auf der einen Seite kann er es locker mit dem jungen Glen Danzig zu seinen besten Zeiten bei Misfits aufnehmen, ist aber auch so facettenreich, dass er in Songs wie „Grave“ absolut an good old Iggy erinnert. Es scheint, als hätte die Hölle in Letten ihren wirklich bissigsten Hund herausgespuckt, der nun mit seinem Gebell verbrannte Erde hinterlässt. Da kann man sich nur schwer vorstellen, dass der Mann in seinem täglichen Leben den Beruf eines Kindergärtners ausübt.
Zu den Songs lasse man sich gesagt sein. Es ist sehr schwer, aus den insgesamt 12 Tracks nun die absoluten Lieblingsstücke herauszupicken. Sicherlich sind "Vampire", "For Those Who Believe" oder der Opener "London Cementary" die leicht zugänglichsten Favorits, dennoch wollte ich nicht auf der Stücke wie "Heartland" oder "The Return" verzichten wollen.
Die Gesangsfrage bei Genepool war ja schon immer ein leidiges Thema, und in Jack haben hat die Band sicherlich einen würdigen Vertreter gefunden, der den aggressiven und klirrenden Sound stimmlich sehr gut interpretieren kann. Dennoch, Letten wird mit diesem Album seine gesanglichen Tätigkeiten bei Genepool erst mal auf gelegentliche Live-Gastauftritte beschränken. Ob er für weitere Aufnahmen zur Verfügung steht, ist ungewiss, auch wenn es die Jungs der Band begrüßen würden. Aber vielleicht ist auch Christian von den Rostock Vamipres der nächste Frontman und die never ending Story ist damit erstmal geklärt.

Transmission Magazin (09-2006) go to external site
Ich muss zugeben, dass mich punkige Düster-Mucke in letzter Zeit nicht sonderlich tangiert, vieles klingt einfach zu gleich und auch nicht besonders aufregend. Wie schön, dass es immer wieder Ausnahmen wie GENEPOOL´s zweites Album gibt, dem man sich als Fan von düsterer Gitarrenmusik einfach nicht entziehen kann. 'Everything Goes...' ist ein wahrer Killer, der Einflüsse von wegweisenden Bands wie den WIPERS, JOY DIVISION, KILLING JOKE oder den MISFITS aufgreift und sie glaubhaft ins neue Jahrtausend transportiert. Es ist unglaublich, wie die Band einen derart authentischen, verwaschenen und stimmigen 80er-Sound hinbekommen hat, ohne dass diese Scheibe auch nur eine Sekunde lang unterproduziert oder billig wirkt. Faszinierend! Hier wird Düsternis und Aussage rein durch Musik und der ungeheuren Kraft dahinter erzeugt, völlig ohne künstliche Attitüde. Eben absolut old-school. Ein verdammt cooles Stück Musik mit einigen Hits, das völlig ohne platte Mitsing-Refrains auskommt, wie man beim MISFITS-Vergleich vielleicht annehmen könnte. In einigen Momenten erinnern mich GENEPOOL in Gesang & Atmosphäre auch stark an SCREAMS FOR TINA, was - neben der sehr gelungenen THE SOUND (!) - Coverversion „Heartland" spätestens für jeden Goth & Death Rocker als dringende Kaufempfehlung genügen sollte.